| Geschichtliches |


Erfahren Sie ein wenig über die Historie von Tiefenstockheim

 

Tiefenstockheim liegt am Rande des südlichen Steigerwald.
Erst im 12. Jahrhundert erhalten wir erste schriftliche Nachricht, als als für das Domkapitel Würzburg verschiedene Besitzungen im Dorf genannt werden.
Bis zur seiner Auflösung im Jahre 1803 behauptete das Domkapitel seine Vormachtstellung als größter Grundbesitzer und Dorf Herr.


Im Jahre 1629 wurde im Zuge der Gegenreform vier Kompanien Schönburger Reiter in Tiefenstockheim einquartiert. Tiefenstockheim war Tochtergemeinde von Willanzheim bis 1778.
Im Jahre 1791 unterstand Tiefenstockheim der domkapitelschen Kellerei Willanzheim.

Von 1807 bis 1810 gehörte dieser schöne Ort zu Frankreich und im Zuge der napoleonischen Reformen kam Tiefenstockheim 1810 nach Bayern.

1814 wird der Ort dem Landgericht Markt Bibart und im Jahre 1857 dem Landgericht Marktbreit zugeteilt.
Mit seinen derzeit ca. 260 Einwohnern wurde Tiefenstockheim im Jahre 1978 nach Markt Seinsheim eingemeindet.

Die herrliche fränkischen Landschaften in dieser Region bieten den Besuchern faszinierende Wander- und Fahrradtouren.
Das Dorfbild prägt noch heute die erhöht liegende katholische Kirche St. Peter und Paul, umgeben eines ehemals befestigten Gadenkirchhofes.

In den Jahren 2000-2002 erfolgte eine umfassende Instandsetzung und Neugestaltung dieser erhaltenen Gaden und Kirchhäusern.
Unter den zahlreichen Bildstöcken und Hausfiguren im Ort sei besonders der barocke Bildstock mit der Darstellung der 14 Nothelfer hinter der Kirchenburg erwähnt.
Das lang gestreckte barocke Gebäude mit Mansarde Dach schräg gegenüber dem Rathaus trägt ein steinernes Wappen aus dem Jahre 1748.

Neben dem staatlichen Fronhof des Würzburger Dompropstes prägt vor allem das Rathaus den Mittelpunkt des Dorfes. Außerdem fanden hier Gemeindeversammlungen und Gerichtstage statt.

 

Besonders malerisch wirkt der zierliche Dacherker mit Uhr und das aufgesetzte Glockentürmchen. Bevor das Rathaus erbaut war versammelte sich die Gemeinde um die Dorflinde. Noch im Jahre 1702 wird berichtet, dass man die Linden unterstützt und mit einem Ring unterfangen hat.

Demnach handelt es sich um eine auf einem Holzgerüst "geleitete" Linde, die eine regelmäßige und sorgfältige Pflege erforderte. Den Standort dieser Dorflinde kann man im Bereich zwischen dem Rathaus und der Kirchenburg vermuten, der heute noch von einem mächtigen Baum dominiert wird.

 

Ein ausführlicher Bericht über den bekannten "Bildstockweg" in und um Tiefenstockheim ist derzeit in Bearbeitung und wird nach Fertigstellung auf dieser Seite der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.