
| Kirchenburg |
Kirchenburg Tiefenstockheim [1631 - 1637]
Kirchenburgen allgemein . . .
Sie sind eine Sonderform bzw. Weiterentwicklung der Wehrkirchen, deren Verteidigungsmauern gleichzeitig die Kirchenmauern oder aber von einer Wehrmauer umgeben sind, wobei der Übergang fließend ist.
Besonders häufig findet man diese in Franken, Südfrankreich und Siebenbürgen, Rumänien.
Es gibt davon, insbesondere in dieser Region, weit über hundert, von denen sieben zum Unesco Welterbe 1993 erklärt wurden.
Die Kirchenburganlagen entstanden im späten Mittelalter.
Die Dörfler hatten im Gegensatz zu den Städtern nicht das Geld, um Wehranlagen rings um das Dorf zu errichten.
Sie waren aber nicht minder den kriegerischen Auseinandersetzungen ihrer Landesherren und damit auch Überfällen und Plünderungen ausgesetzt.
Die Kirche, oft der einzige Steinbau im Ort, war dazu geeignet um sich darin zu
verteidigen. So entstanden die unterschiedlichen Formen der Kirchenburgen.
Die Kirchenburg in Tiefenstockheim
Das erste Gotteshaus soll ein Holzkirchlein gewesen sein, das auf Befehl des Domkapitels 1631 vollständig abgebrochen wurde.
Der Wiederaufbau begann noch im gleichen Jahr, wurde aber durch die Wirren des des 30jährigen Krieges unterbrochen. Erst 1637 erfolgte die Fortsetzung des Baues.
Verschiedenste kleine und größere Veranstaltungen, vor allem aber die Kulturtage im August und der Weihnachtsmarkt im Dezember beleben die historischen Gemäuer.
Am 22.Juni 2002 . . .

wurde nach langer Planung und mühevollen Sanierungsarbeiten, die historische Kirchenburg mit Ehrengästen und Vertretern aus Kultur, Wissenschaft, Kunst, Forschung, Politik eingeweiht und
erntet Lob für diese Sanierung!
Dieser Tag war für Tiefenstockheim ein historisches Ereignis!
Der Abschluss dieses geschichtsträchtigen Bauwerks ist der Abschluss der vielen
Baumaßnahmen,
die im Rahmen der Dorferneuerung in den letzten sechs Jahren umgesetzt wurden.
Tiefenstockheim wurde in diesen Jahren komplett saniert, ohne dabei die vorhandene Substanz zu verändern.
Nachtrag:
Recherchen von den Herausgebern der Internetseite
Tiefenstockheim.de ergaben durch den Kunst- und Kulturführer des Landkreises Kitzingen
(2te Auflage aus 1993) folgenden Eintrag der Kirchenburg St. Peter und Paul:
"Erhöht gelegene nachgotische Anlage von 1631-1637 innerhalb einer älteren Kirchenburg mit Gadenaus dem 15./16. Jh.., die im Norden und Süden noch erhalten sind.
Ende des 19. Jh. wurde nach Westen verlängert und dabei die Eingangsfront neu gestaltet. [Neugotische Innenausstattung mit drei Altären].
Wahrscheinlich von einer früheren Einrichtung stammen eine barocke
Kreuzigungsgruppe und die Figuren der Kirchenpatrone Petrus und Paulus im
Chorbogen."
Aufgrund der reichhaltigen und vielen Informationen bei der
Einweihung der Kirchenburg Tiefenstockheim am 22. Juni 2002 können Sie nun das
komplette Dokument in PDF Format ansehen, herunterladen oder ausdrucken.
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